Meer als Therapie ist mehr als Therapie

sailing 4 kids: Preisträger 2015

Der durch Dienstrad und Tagesstruktur erlebte Mangel an Zeit für Kinder im pädagogischen Alltag bestärkte uns darin, das Projekt zu entwickeln und durchzuführen.

Wichtig ist uns, den „Transfer“ von erlernten Verhaltensweisen der Kinder am Boot später im WG – Alltag zu realisieren. Möglich war die Durchführung des Projekts nur durch viel „Herzblut“ von MitarbeiterInnen bzw. des Teams. Um die Segelprojekte zu organisieren, wurde der Verein „sailing4kids“ gegründet, um allen Interessierten die Möglichkeit geben zu können, mitzuarbeiten.

Zahlreiche Vorbereitungen sind nötig um einen Segeltörn als Projekt dann schließlich wirklich gewissenhaft durchführen zu können. Begonnen beim

T-Shirt Druck für jedes Crewmitglied (so sind wir auch äußerlich als Crew erkennbar) Ansuchen für Kostenübernahme an die zuständigen Kinder-u. Jugendhilfen Sponsorensuche und Spendenlukrierung (hatten z.B. letztes Jahr einen Stand am Weihnachtsmarkt) Auswahl der Crew. Wer fährt mit wem?

Welche Ziele stehen im Fokus? Was soll beim Einzelnen bzwwas soll in der Gruppe passieren? Das gesamte Team und vor allem die Koordinatoren entscheiden mit was wichtig ist.

Nachbereitung bedeutet, dass die Betreuer die Woche anhand der Dokumentation analysieren, Ziele für die Betreuungsplanung formuliert und diese möglichst schnell im Team präsentiert. Auch für die Kinder ist es von Bedeutung, dass die Betreuer noch ca. eine Woche sehr präsent sind und z.B. viele Beidienste machen. Aber auch auf längere Sicht sollten die Erfahrungen greifbar bleiben, so werden Schwerpunkte für die Betreuung mit den Koordinatoren nachbereitet und gemeinsam mit den Kindern „Foto-Collagen“ gestaltet. Ein paar Monate später organisieren wir meist noch ein Crew Treffen in Form eines Spaziergangs oder Picknicks um zu reflektieren, welche Erinnerungen noch hängen geblieben sind.

Herzblut von KollegInnen in Form von Zeit und Bereitschaft, am Projekt zu arbeiten. Zusammenarbeit mit Skipper mit pädagogischer Erfahrung, hoher finanzieller Aufwand.

Die spezielle, pädagogische Linie ist „ungewohnt“ im Vergleich zum WG Alltag: Die Zeit, Dinge passieren zu lassen, spielt dabei eine große Rolle. Man kann vieles „laufen lassen“, es gibt keinen Druck, Situationen schnell aufzuklären, man braucht gleichzeitig wenig „pädagogische Werkzeuge“, auf die einige Kinder schon allergisch reagieren würden. Das Setting wirkt für sich. Trotzdem gilt es, die Ziele im Auge zu behalten.

www.sailing4kids.at

Die mobile Version verlassen